baulücke im st. johanns-quartier: das bestehende erdgeschoss wird umgebaut, darüber entstehen drei vollgeschosse und eine attikawohnung — dazu eine aufgestockte attikawohnung auf dem nachbargebäude.

| ort | basel-stadt, st. johanns-quartier |
| jahr | planung und ausführung 2026, bezug 2027 |
| typologie | baulückenschliessung — umbau des bestehenden erdgeschosses, drei vollgeschosse mit je einer wohnung, attikawohnung; zusätzlich aufstockung einer attikawohnung auf dem nachbargebäude |
| bauherrschaft | privat |
| leistung | sia 102, teilleistungen 31–53 (komplettleistung) |
| darstellung | visualisierung gette architekten gmbh |
aufgabe
eine lücke im blockrand. links und rechts brandmauern, licht nur von vorne und von hinten, eine schmale front für die gesamte erschliessung. dazu der anschluss an zwei nachbargebäude, die zu unterschiedlichen zeiten und nach unterschiedlichen regeln gebaut wurden.
und hinten der innenhof. er ist die ruhige seite des hauses — und zugleich der ort, an dem alle nachbarn einander sehen.
projekt
pro geschoss eine wohnung. das folgt aus der belichtung: wenn licht nur von zwei seiten kommt, muss jede wohnung beide seiten haben. eine durchgesteckte wohnung je etage bekommt morgens die eine und abends die andere fassade — zwei wohnungen nebeneinander bekämen je nur die hälfte.
das erdgeschoss bleibt bestand und wird umgebaut. auf dem nachbargebäude entsteht zusätzlich eine attikawohnung: dieselbe planung hebt eine reserve, die ohne dieses projekt ungenutzt geblieben wäre.
zum innenhof hin ist diskretion das thema. der hof gibt licht und ruhe, verlangt aber, dass man einander nicht in die wohnung schaut. wo sich öffnungen gegenüberliegen, entscheidet die anordnung darüber, ob der hof als gewinn oder als zumutung erlebt wird.




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